Grenzgeschichte "War in Arcadia" - anregender Austausch auf Schloss Anholt

Gespeichert von ab am Fr, 06/29/2018 - 10:16
Aktionstag Grenzgeschichten - Geschichte von Landsitzen im Zweiten Weltkrieg auf Schloss Anholt

Der Aktionstag „Grenzgeschichten – grensverhalen - Geschichten über Schlösser und Landsitze im Zweiten Weltkrieg“ fand – passend zum Thema – auf der Wasserburg Anholt statt, die im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde. Über dieses Thema referierte die Schloss-Archivarin Dr. Susanne Neugebauer, Dr. Elyze Storms-Smeets von Gelders Genootschap weitete den Blick über die deutsche Grenze aus und stellte die Zerstörungen und Bombardements von Landsitzen im Umkreis von Arnheim dar. Das Gebiet um Arnheim war während der alliierten Operation Market Garden im September 1944 heftig umkämpft. Zahlreiche Landgüter und Bauten wurden durch die Besetzung deutscher Truppen beschädigt; ein fast ebenso großer Prozentsatz an Verwüstungen resultierte aber auch aus den alliierten Angriffen, wie sie eindrücklich aufzeigte. Dieser „War in Arcadia“ ist noch kaum erforscht; gleiches gilt für die Landsitze und ihre Rolle für Heer und Verwaltung im Zweiten Weltkrieg auf deutscher Seite.

Ziel der auf Schloss Anholt und im Erfgoedcentrum Doetinchem in Zusammenarbeit von Gelders Genootschap und euregio-history.net organisierten Aktionstagen ist es, dieses Thema als Forschungsthema bekannt zu machen und gleichzeitig Zeitzeugen-Berichte dazu aufzunehmen.

Die sehr anregende Zusammenkunft ermöglichte einen fruchtbaren Austausch von Ideen und eröffnete interessante Perspektiven für neue grenzübergreifende Kooperationen und Projekte.

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